Montag, 10. Dezember 2018

Review - Das Haus der geheimnisvollen Uhren

Harry Potter-Fantasy trifft 13 Geister-Horror!

In Das Haus der geheimnisvollen Uhren scheinen zwei Genre-Welten aufeinander zu knallen. Ein sowohl witziger als auch spannender Spagat zwischen Fantasy und Horror mit einer Altersfreigabe von 6 Jahren! Trotzdem nichts für sensible Gemüter.




Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden den Film Das Haus der geheimnisvollen Uhren - der im September 2018 in die deutschen Kinos gestartet ist -  mit 6 von 8 Sternen zu bewerten. Für mich ist dieser Film eine gelungene Mischung aus Fantasy-Elementen, einer spannenden Geschichte, viel Witz und einem Hauch von Drama.

Wir begleiten den Waisenjungen Lewis Barnavelt (Owen Vaccaro); der nach dem Tod seiner Eltern, bei seinem Onkel Jonathan (Jack Black) in einer kleinen Stadt in Michigan ein neues Zuhause findet auf eine spannenden Reise. Schnell entdeckt der junge Lewis, dass sowohl an seinem Onkel und dessen Haus als auch an seiner Nachbarin Mrs. Zimmerman (Cate Blanchett) irgendwas alles andere als normal ist. Der, auf eine sehr witzige und liebenswerte Art, exzentrische Onkel Jonathan ist ein Hexenmeister. Natürlich ist klar das auch Lewis in die Künste der Magie eingeweiht werden will. Aber schnell merkt der Junge, dass sein Onkel und Mrs. Zimmerman noch ein ganz anderes, weit aus bedrohlicheres Geheimnis hüten das alle Protagonisten schon bald vor ein großes Problem stellt.

Ohne jeden Zweifel bietet die Geschichte von Das Haus der geheimnisvollen Uhren einiges an Spannung. Fast 2/3 des Films kommt Lewis - und damit auch wir Zuschauer - nicht dahinter, was genau es mit dem großen Geheimnis von Onkel Jonathan und Nachbarin Florence Zimmerman wirklich auf sich hat, diese Tatsache bietet uns viel Raum zum mit fiebern und rätseln. In einem schön gestalteten und Fantasy typischen Set, unterlegt mit Musik die einen etwas an Harry Potter erinnert, begeben sich so einige mysteriöse und magische Dinge. Das Haus der geheimnisvollen Uhren basiert auf dem gleichnamigen Buch von John Bellairs das 1973, deutlich erfolgreicher als vom Autor erwartet, erschien. Die frühen 70er; aus denen das Buch ja stammt, werden im Film sehr schön sowohl durch die Kostüme als auch die musikalische Untermalung aufgegriffen.
Auch die Dialoge im Film sind informativ und stimmig. Die Gespräche sind häufig mit Humor gestaltet und transportieren meist, eine gewisse Zuneigung zwischen z.B. Onkel Jonathan und Lewis, auch wenn die Rolle des Onkels an sich zuerst einmal anderes vermuten lässt. Die Leistung der Schauspieler ist, wie man es von bekannten Größen wie Jack Black und Cate Blanchett gewohnt ist, professionell, passend, auf den Punkt.

Das Set und Setting sorgen für eine ordentliche Portion Fantasy-Feeling. Allerdings, gibt es einige ziemlich "gruselige" Szenen und Sequenzen. Man bedient sich der klassischen Horror-Klischees wie der obligatorischen Geister, gruselige Puppen und Clowns unterlegt von entsprechender Tonkulisse. Der Film Das Haus der geheimnisvollen Uhren, hat zwar einen FSK 6 - aber er ist ganz sicher nichts für zarte und sensible Gemüter.


Mein Fazit zum Film;

Ich kann jedem Fan von Fantasy und Zauberei Das Haus der geheimnisvollen Uhren nur empfehlen; wenn es auch kein Top-Film ist und die Story für meinen Geschmack zum Ende hin etwas zu absurde Formen annimmt, ist dieser Film in seiner Gestaltung und Umsetzung doch absolut sehenswert. Die Figuren und das Ambiente im Film sind schön gestaltet, die Geschichte ist spannend und der unerwartete Twist am Ende gibt dem ganzen einen gewissen Aha-Effekt.

Allerdings, finde ich den Film für Kinder ab 6 Jahren zu gruselig. Ich würde ihn frühestens für Kinder ab 10 Jahren empfehlen und dann auch eher zusammen mit den Eltern. Es gibt schon einige wirklich gruselige Szenen und vor allem die Gestaltung dieser Szenen, hinterlässt bei kleineren Kindern sicherlich einen bleibenden negativen Eindruck oder Angst.

Alles in allem aber ein gelungener Streifen für Fans von Magie und Grusel.

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